Überführung des Verstorbenen

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Der Verstorbene muss innerhalb von 36 Stunden abgeholt werden. - ©Bernd S. - stock.adobe.com
Der Verstorbene muss innerhalb von 36 Stunden abgeholt werden. (©Bernd S. - stock.adobe.com)

Nach dem Tod, kann es zu gleich mehreren Überführungen, also dem Transport des Leichnams, kommen. Je nach Bestattungsart, dem Rahmen der Abschiednahme oder ob eine Folgeuntersuchung durch einen Rechtsmediziner verordnet wurde.

Erste Überführung:

Abholung eines Verstorbenen vom Sterbeort zum Bestatter. Hier erfolgt anschließend die hygienische Versorgung, das Einkleiden und das Einbetten des Verstorbenen.

Zweite Überführung:

Transport vom Bestatter zum Friedhof. Bei einer Erdbestattung wird nun der Leichnam in einem Sarg beigesetzt.
Im Falle von Feuerbestattungen, kommt eine weitere Überführung hinzu: Zuerst zum Krematorium, anschließend wird die Asche zurück zum Bestatter oder zum Beisetzungsort transportiert. Wird vor der Einäscherung ein Abschied am Sarg gewünscht, wird zudem der Verstorbene vom Bestatter in eine Friedhofskapelle überführt.

Weitere Überführung:

Sollte eine gerichtsmedizinische Untersuchung angeordnet sein, wird der Verstorbene in die Rechtsmedizin transportiert.

Das muss ich zu Überführungen wissen

Eine Überführung eines Leichnams darf ausschließlich von Bestattungs- oder Überführungsunternehmen durchgeführt werden. Das gilt auch für den Transport von Urnen.

Voraussetzungen

Ein zum Sterbeort gerufener Arzt muss den Tod feststellen und bescheinigen. Konnte kein natürlicher Tod festgestellt werden, wird der Verstorbene in ein rechtsmedizinisches Institut überführt – hier folgen weitere Untersuchungen an dem Leichnam, wie Obduktionen.Wird der Leichnam vom Staatsanwalt freigegeben, übernimmt das Bestattungsunternehmen, das gewählt wurde.

Fristen

Verstarb der Angehörige in den eigenen vier Wänden, im Hospiz oder in einem Heim, so muss der Tote binnen 24 - 36 Stunden am Sterbeort abgeholt und in eine Kühleinrichtung überführt werden.
Die Frist der Erstüberführung liegt in Sachsen-Anhalt bei 36 Stunden nach der Feststellung des Todes.

Internationale Überführung

Muss der Verstorbene über Ländergrenzen hinweg transportiert werden, muss man sich als Hinterbliebener mit den Aufwänden auseinandersetzen.

Urne:
Diese werden unkompliziert auf dem Postweg versandt.

Sarg:
Innerhalb Europas darf der Sarg mit dem Auto, per Zug, dem Schiff oder mit dem Flugzeug transportiert werden.
Außerhalb Europas ist der Transport ausschließlich per Flugzeug erlaubt.

Transport über Ländergrenzen – Was es zu beachten gilt

Ein luftdicht verschlossener Zinkbehälter muss für Transport in den Holzsarg eingesetzt werden – das gilt für den Landweg als auch in einem Flugzeug. Zudem wird der Sarg in eine Holzkiste verpackt.

Einbalsamierung des Leichnams – so haben die Hinterbliebenen die Möglichkeit nach der Ankunft des Leichnams sich von dem Angehörigen zu verabschieden.

Es wird ein amtlicher Leichenpass benötigt. Dieser wird von der zuständigen Gesundheitsbehörde am Sterbeort ausgestellt und beinhaltet unter anderem die persönlichen Daten des Verstorbenen sowie Angaben über die Todesursache.

Kosten der Überführung

Diese variieren je nach Airline, Entfernung des Bestimmungsortes oder Wahl des Bestattungsunternehmens. Angaben ohne Gewähr.

Abholung vom Sterbeort: 90 - 250 Euro
Sargüberführung zum Beisetzungsort innerorts: 100 - 250 Euro
Sargüberführung zum Krematorium: 100 - 200 Euro
Überführung der Urne innerdeutsch: 35 - 95 Euro
Überführung der Urne weltweit: ab 60 Euro
Sargüberführung in Deutschland: 1 - 2,50 Euro pro km, mal 2 (Hin- und Rückfahrt)
Sargüberführung in Europa: 2.000 - 7.000 Euro
Sargüberführung außerhalb Europas: 4.000 - 15.000 Euro, inkl. Flug