Entlastung von Angehörigen
Bestattungsverfügung

veröffentlicht

Mit einer Bestattungsverfügung sorgen Sie persönlich dafür, wie Sie beerdigt werden wollen. - © stock.adobe.com
Mit einer Bestattungsverfügung sorgen Sie persönlich dafür, wie Sie beerdigt werden wollen. (© stock.adobe.com)

Mit einer Bestattungsverfügung sorgen Sie persönlich dafür, was mit Ihren sterblichen Überresten nach Ihrem Tod geschehen soll. Dieses Dokument ist bindend. Entscheiden Sie mit einer Bestattungsverfügung über die gewünschte Bestattungsart und den Ort der Beisetzung.

Die Vorteile für eine Dokumentation Ihrer Bestattungswünsche liegen dabei klar auf der Hand. Sie entlasten Ihre Angehörigen, nehmen ihnen die Entscheidungen über Wünsche ab. So wird auch möglicher Streit innerhalb Ihrer Familie vorgebeugt, sollte man entscheidende Wünsche nicht zum Ausdruck gebracht haben. Ihr Wille und Ihre Wünsche werden festgehalten.

Die Bestattungsverfügung sollte dabei nicht Bestandteil des Testaments sein – die Testamentseröffnung erfolgt generell frühestens drei Wochen nach Ihrem Ableben, bis zu diesem Zeitpunkt ist die Bestattung bereits erfolgt.

Informieren Sie einen Angehörigen über den Aufenthaltsort der Bestattungsverfügung - ähnlich bei vergleichbaren Dokumenten, wie Patientenverfügung, Sorgerechtsverfügung oder Betreuungsverfügung. Ideal hierfür eignet sich zum Beispiel ein feuerfester Tresor, auf jeden Fall jedoch in Ihrer Wohnung oder Haus. Sollten keine Angehörigen oder Verwandten existieren, sollten Sie diese Dokumente in einer Mappe, frei zugänglich aufbewahren - so gehen sie sicher, dass Ihre Wünsche für die Zeit nach Ihrem Ableben erfüllt werden können. Ebenfalls möglich zum Hinterlegen der Dokumente sind das Pfarramt, die Friedhofsverwaltung oder das gewünschte Bestattungsunternehmen.

Sollte keine Bestattungsverfügung vorliege, verfügen Ihre Angehörigen über die Art und Durchführung der Bestattung. Grundlage hierfür ist die Bestattungspflicht. Hierbei ist jedoch von Erbrecht und der Kostentragungspflicht zu unterscheiden.

Vordruck oder handschriftlich?

Eine hübsche Handschrift ist unverkennbar, wie ein Daumenabdruck. Das gilt auch bei dieser Art Dokument. Verfassen Sie die Bestattungsverfügung per Hand, kann im Zweifel nachgewiesen werden, dass Sie der Urheber des Dokuments sind. Alternativ finden Sie Vordrucke. Lassen Sie dieses von Ihrem Hausarzt oder einem Notar bestätigen. Selbstverständlich ist das Dokument erst mit Ihrer Unterschrift gültig.