Sterbekasse

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Mit einem vergleichsweise geringen Betrag sorgen Sie für eine finanzielle Absicherung Ihrer Beerdigung. - © stock.adobe.com
Mit einem vergleichsweise geringen Betrag sorgen Sie für eine finanzielle Absicherung Ihrer Beerdigung. (© stock.adobe.com)

Kommt es in einer Familie zum Sterbefall, stehen die Angehörigen oft in einer problematischen Situation - eine Beerdigung ist in der Regel nicht kostengünstig, manch einer kann den Wünschen des oder der Verstorbenen nicht nachkommen. Um diesem Fall vorzubeugen, kann vor dem Verscheiden in eine Sterbekasse eingezahlt werden.

Die Sterbekasse gibt es in einer ähnlichen Form bereits seit dem antiken Rom. Heute zahlen Beitragszahlende in eine Kasse ein, die nach dem Ableben an die Hinterbliebenen nach Vorlage des Totenscheins ausgezahlt wird. In erster Linie übernehmen die Angehörigen so die Kostenübernahme von Beerdigung und weiteren damit verbundenen Aufwendungen. Zu beachten gilt: Die Auszahlung ist zwar einkommensteuerfrei, kann aber der Erbschaftssteuer unterliegen. Um eine sinnvolle Nutzung der Sterbekasse zu gewährleisten, ist ein Beitritt ab dem 40. Lebensjahr.

Vor- und Nachteile

Die Sterbekasse verhält sich ähnlich einer Lebensversicherung, verfügt jedoch über einen großen Vorteil: der Monatsbeitrag ist sehr gering. Neben dem oben erwähnten Schutz der Hinterbliebenen im Bezug auf die Kosten, die bei einer Beerdigung anfallen, ist die Sterbekasse somit vor allem für Geringverdiener eine gute Alternative. Weiterer Vorteil: Die Summe wird unter allen Umständen ausgezahlt, anders als bei einer Lebensversicherung, deren Leistungsphase zeitlich begrenzt ist.
Zu beachten wären jedoch die niedrige Verzinsung, dem geringen Rückkaufwert und dass die Auszahlung der Summe der gezahlten Beiträge unterschreiten kann.

Sterbekasse oder Sterbegeldversicherung?

Der Unterschied zwischen Sterbekasse und Sterbegeldversicherung liegt in der Rechtsform des Unternehmens. Die Verträge werden beiderseits gleich behandelt. Das Sterbegeld darf die Summe von 25000 Euro nicht überschreiten, auch wenn mehrere Verträge parallel laufen. Sterbekassen kommen generell ohne Gesundheitsprüfung aus, schließt jedoch eine Wartezeit ein. Private Versicherungsgesellschaften bieten die Sterbegeldversicherung an, die auf der Beantwortung der Gesundheitsfragen basiert - der Vorteil: Auszahlung in voller Höhe und ohne Wartezeit.
Kommt es zu einem durch einen Unfall verursachten Tod, greift Sterbekasse wie Sterbegeldversicherung sofort.

Ein Vorteil der Sterbekasse: Manche Versicherungen bieten den Angehörigen spezielle Unterstützung an. Das reicht von der Abwicklung der Formalitäten der Hinterbliebenen bis zu Hilfestellungen des Versicherungsnehmers noch vor dessen Ableben.

Hier erfahren Sie alles, was Sie über die Sterbegeldversicherung wissen müssen.