Die Trauerkarte

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Die Trauerkarte ist für viele Kondolierende der beste Weg, rücksichtsvoll ihre Anteilnahme auszudrücken. - © Michael Möller/stock.adobe.com
Die Trauerkarte ist für viele Kondolierende der beste Weg, rücksichtsvoll ihre Anteilnahme auszudrücken. (© Michael Möller/stock.adobe.com)

Schreiben Sie Ihre Gedanken, Wünsche für die Angehörigen und Trauerbekundung auf eine Trauerkarte.

Wählen Sie nicht die erstbeste Trauerkarte für die Kondolenz − manche Motive können verletzend oder unangebracht sein. Machen Sie sich vorher Gedanken, was sich der Verstorbene gewünscht hätte. Oft bietet es sich auch an, Karten selber zu gestalten. Hierfür gibt es im Internet viele Inspirationsquellen. Manche Händler, ob im Internet oder lokal, bieten an, Karten nach den eigenen individuellen Wünschen zu gestalten. Nutzen Sie das Angebot, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Was für das Kondolieren gilt, zählt ebenso bei den richtig gewählten Worten für die Trauerkarte. Verzichten Sie auf Phrasen soweit es möglich ist und schreiben Sie Ihre Wünsche für die Angehörigen sowie Beileidsbekundungen nieder − lassen Sie Ihr Herz sprechen. Und auch hier gilt: weniger ist manchmal mehr.

Eine Trauerkarte ist eine sehr persönliche Geste. Nutzen Sie diese Möglichkeit, wenn Sie nicht die passenden Worte auf einer Trauerfeier finden können oder es Ihnen schwerfällt, Ihre Trauer in Worte zu fassen. Sie haben genügend Zeit, die Karte vorab zu füllen. Nutzen Sie diese Zeit.

Unbedingt verzichtet werden sollte auf Plattitüden wie: „Das wird schon wieder” oder „Kopf hoch”. Das kann schnell verletzen und sollte keinen Platz in jeglicher Art der Kondolenz haben.

Der Adressat sollte eine einzige Person oder die Familie der Angehörigen sein.

Gliederung der Trauerkarte:

Anrede:

  • Liebe/r (Vorname)
  • Liebe/r Frau/Herr (Familienname)
  • Liebe Familie (Familienname)
  • Liebe Trauerfamilie

Einleitungsbeispiele:

  • Ich bin tief betroffen, seit ich in der Zeitung vom plötzlichen Tode Deines Ehemanns/Deiner Ehefrau gelesen habe und kann es gar nicht fassen
  • Wir sind hilflos und voller Schmerz, seit wir erfahren haben, dass (Name) so plötzlich verstorben ist
  • Wir sind unendlich traurig, dass
  • Mit großer Bestürzung haben wir erfahren, dass
  • Gerade haben wir von dem schweren Schicksalsschlag erfahren und möchten unser tiefstes Mitgefühl aussprechen

Persönliche Erinnerungen und Erlebnisse

Lassen Sie ihre persönlichen Erlebnisse und Erinnerungen Revue passieren und wählen Sie die richtigen Worte hierfür. Schreiben Sie nieder, was Sie mit dem oder der Verstorbenen erlebt haben.

Anteilnahme aussprechen und Unterstützung anbieten

Hiermit machen Sie deutlich, dass die Hinterbliebenen eines Verstorbenen nicht allein sind. Zeigen Sie auf, dass Sie für die Angehörigen da sind, sollten diese Gesprächsbedarf haben. Seien Sie aber gleichzeitig nicht enttäuscht, wenn es niemals dazu kommt. Denn: jeder geht anders mit dem Tod um.

Wünsche aussprechen

Viel Kraft und Zuversicht wünschen, den Hinterbliebenen verdeutlichen, dass man, während man die Zeilen verfasst, Empathie und Mitgefühl für die Angehörigen empfindet. Das kann oft schon ein erster Schritt bei der Trauerbewältigung sein. Auch hier: Hören Sie auf ihr Herz.

Trauersprüche

Gerne werden auch Trauersprüche als abschließender Teil einer Trauerkarte genutzt. Wählen Sie auch hier die Zitate weise, entscheiden Sie ganz nach den Erinnerungen, die Sie mit dem Menschen, der verstarb, verband bzw. was er oder sie gerne selber gelesen hätte. Lassen Sie sich von den großen Philosophen, Schriftstellern und Poeten inspirieren und nutzen nur eines für den Abschluss ihrer Trauerkarte.

Abschiedsgruß

  • Wir trauern mit Dir
  • In tiefem Mitgefühl
  • Wir weinen mit Dir
  • Mitfühlende Grüße
  • Mit stillem Gruß

Manch einer legt auch Geld der Trauerkarte bei − dies ist aber kein Muss und sollte jeder für sich selbst entscheiden.