Musik zur Trauerfeier

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Musik ist beim letzten Geleit so wichtig wie im Leben auch. Sie gibt während der Zeremonie Zeit zum innerlichen Trauern und trägt maßgeblich zum würdigen Abschied bei. - © Shutterstock / Seamartini Graphics
Musik ist beim letzten Geleit so wichtig wie im Leben auch. Sie gibt während der Zeremonie Zeit zum innerlichen Trauern und trägt maßgeblich zum würdigen Abschied bei. (© Shutterstock / Seamartini Graphics)

Die ideale Musikwahl für die Trauerfeier zu finden, gestaltet sich oft schwerer als gedacht. Immerhin sollte sie leger sein und gleichzeitig den Verstorbenen repräsentieren. Im besten Fall hat der Verstorbene noch zu Lebzeiten in einem Testament festgehalten, welche Musik er oder sie bei der Beerdigung wünscht. Denn: Musik gibt der Trauer Ausdruck.

Andernfalls können Sie Rücksprache mit dem Bestattungsinstitut halten − diese wird Ihnen im Zweifel Auskunft geben können, welche Songs am besten gewählt werden sollten. Fragen Sie alternativ weitere Hinterbliebene nach dem Musikgeschmack des Verstorbenen, falls Sie sich unsicher sind.

Eine kleine Auswahl an möglichen Liedern, die Sie bedenkenlos auf einer Trauerfeier spielen lassen können:

  • Enya − Only Time
  • Andrea Bocelli feat. Sarah Brightman − Time to Say Goodbye
  • Israel Kamakawiwo − Somewhere over the Rainbow
  • Beatles − Let It Be
  • Eric Clapton − Tears in Heaven
  • Elton John − Candle in the Wind
  • Celtic Woman − Danny Boy
  • Bob Dylan − Knockin’ on Heaven’s Door
  • Robbie Wiliams − Angels

Auch Instrumentalstücke werden oft und gerne bei Trauerzeremonien eingespielt − das gilt vor allem dann, wenn nicht auf ein Gesangsstück gesetzt wird. Das reicht von Jazz bis Klassik und eignet sich ideal vor allem für den Beginn oder dem Ende einer Trauerfeier, wenn der Zug die Kirche oder Kapelle verlässt.

Auch möglich: gemeinsames Musizieren oder Singen. Beides kann die Gemeinschaft der Hinterbliebenen stärken. Hierfür eignet sich ein Lied, das den meisten bekannt sein sollte.

Hinweis

Gerade bei fremdsprachigen Popsongs kann es sinnvoll sein, den Angehörigen zu erläutern, warum ausgerechnet dieser Song gewählt wurde. Generell empfiehlt es sich, auf Live-Musik zu setzen, sollte diese angeboten werden. Das gilt zum Beispiel für ein Orgelspiel, sollten die Spielenden zur Verfügung stehen. In der Regel wird die Musik von einem Tonträger abgespielt, heutzutage werden oft auch Streamingdienste wie Spotify genutzt.

Rechtliche Bestimmungen

Da ein Songtitel bei einer Trauerfeier im öffentlichen Raum gespielt wird, muss davon ausgegangen werden, dass unter Umständen Gebühren an die Verwertungsgesellschaft GEMA gezahlt werden muss. Diese Kosten werden jedoch vom Bestatter quasi abgegolten − diese sind Mitglieder des Bundesverbands der Bestatter, die Gebühren für die Trauerfeiern werden hierdurch abgegolten.