Die Trauerfeier

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Eine Trauerfeier ist allen Religionen ein wichtiges Zeremoniell. - © stock.adobe.com
Eine Trauerfeier ist allen Religionen ein wichtiges Zeremoniell. (© stock.adobe.com)

Eine feierliche Zeremonie, um den oder die geliebte Verwandte zu ehren − die Trauerfeier ist ein wichtiger Akt im Abschiednehmen, sei es für Familienangehörige, Bekannte oder Freunde.

Die Trauerfeier findet meist vor der Bestattung in der Friedhofskapelle beziehungsweise einer Aussegnungshalle statt. In der Regel übernimmt der Bestatter, der von Ihnen oder der verstorbenen Person zu Lebzeiten beauftragt wurde, die Organisation der Trauerfeier. Halten Sie Rücksprache mit dem Bestatter über Wünsche des Verstorbenen – angefangen bei der Wahl der Blumen bis hin zur Gestaltung und zum Schmücken der Kapelle. Ebenso sind die Wahl der Musik oder Ideen für den Ablauf der Trauerfeier oft zu realisieren und werden vom Bestatter mit bestem Wissen und Gewissen umgesetzt.
Sollten Sie dies nicht wünschen, haben Sie selbstverständlich die Möglichkeit, die Trauerfeier auf eigenen Wunsch so zu gestalten, wie Sie das möchten.

Zu den Elemente einer Trauerfeier gehören:

Ort der Trauerfeier

In der Regel findet die Trauerfeier in der Kapelle des Friedhofs statt, wo anschließend der Verstorbene beigesetzt wird. Möchten Sie eine weltliche Beisetzung, findet die Trauerfeier bei dieser Art in anderen Räumlichkeiten statt. Informieren Sie sich vorab bei dem Bestattungsunternehmen, ob es diese Option anbietet.

Trauerredner

Einer der wichtigsten Akteure einer Trauerfeier ist der Trauerredner. Dieser wird sich vor der Trauerfeier mit Ihnen bzw. Freunden und anderen Verwandten des Verstorbenen zusammensetzen, um die Persönlichkeit und die Charakterzüge des Toten in Erfahrung zu bringen. Diese baut der Trauerredner in die Trauerrede ein. Je nach Wunsch können Sie oder Freunde die Rolle des Trauerredners einnehmen.

Gäste

Einladungen:
Für die Gäste-Einladungen haben Sie mehrerer Wege, für die Sie sich entscheiden können. Gestalten Sie Trauerkarten, setzen Sie eine öffentliche Traueranzeige oder sprechen die Einladungen persönlich aus − es bleibt Ihnen überlassen.
Überlegen Sie sich im Vorfeld, wie viele Gäste Sie einladen möchten. Bei der Wahl der öffentlichen Traueranzeige kann es passieren, dass die Kapazitäten der Örtlichkeit schnell ausgereizt sind.

Sitzplan:

  • Erste Reihe: Die Hinterbliebenen
  • Zweite und dritte Reihe: Verwandte und enge Freunde
  • Folgend: Entfernte Verwandte und Bekannte

Kinder:
Kinder, besonders kleinere Kinder, haben noch kein Verständnis für Leben und Tod. Somit sollten Sie Ihre Kinder im Zweifel gut auf die Trauerfeier vorbereiten. Erläutern Sie zum Beispiel dem Kind den Hergang der Zeremonie, damit sich dieses mental darauf vorbereiten kann. Sorgen Sie als Angehöriger außerdem dafür, dass kleine Kinder die Feierlichkeiten problemlos in Begleitung eines Erwachsenen verlassen können, und halten Sie Rücksprache, ob die Hinterbliebenen schwere Probleme mit der Anwesenheit von Kindern und Säuglingen bei der Zeremonie haben.

Blumenschmuck

Sie sind für das sogenannte Bukett, also den Blumenschmuck, der auf den Sarg oder vor die Urne des Verstorbenen gelegt wird, verantwortlich. Ihr Bestatter steht Ihnen dabei mit Rat und Tat zur Seite. Möchten Sie das Bukett von einem speziellen Floristen, so sprechen Sie dies am besten mit dem Bestatter ab.
Auch die Trauergemeinde hat die Möglichkeit, Blumenschmuck abzulegen. Merkmal des Blumenschmucks ist die breite Schleife, die meist auf einer Seite einen Abschiedsgruß und auf der anderen Seite den Namen des Absenders beinhaltet.
Zudem bietet sich die Möglichkeit, im Internet Blumenschmuck zu bestellen. Diesen können Sie direkt zur Trauerhalle liefern lassen, falls das gewünscht ist.

Vor der Trauerfeier

Die Trauerfeier, bzw. die Vorbereitung am Tag der Trauerfeier, kann schnell zur Belastungsprobe werden. Sollten Sie emotional zu sehr aufgewühlt sein, bitten Sie einen Freund oder Bekannten das Auto zu führen, mit dem Sie zur Zeremonie fahren möchten. Auch alltägliche Dinge rutschen schnell in Vergessenheit, wie die Einnahme von Tabletten oder ähnlichem. Möchten Sie den Leichenschmaus mit Bargeld bezahlen, gehen Sie rechtzeitig zu einem Bankautomaten. Zudem empfiehlt es sich, einen Regenschirm und ausreichend Taschentücher mit sich zu führen.

Bekleidung

Achten Sie bei Ihrer Kleidung für die Trauerfeier, dass sie zum einen legere und gleichauf Wetterbeständig ist. Schwarz sollte Ihr Bild prägen.

Frauen:

  • schwarzes oder dunkles Kleid / Kostüm
  • schwarzer oder dunkler Rock (jeweils nicht zu kurz)
  • dunkle Schuhe
  • kein Schmuck

Männer:

  • schwarzer oder dunkler Anzug
  • weißes Hemd
  • dunkle Schuhe
  • schwarze oder dunkle Krawatte

Ablauf der Trauerfeier

Erdbestattung:
Seien Sie rechtzeitig vor Beginn der Trauerfeier vor Ort (rund 30 Minuten)
Abschiednahme des Verstorbenen
Nach Beendigung der Trauerfeier: Sargträger führen den Sarg zur Grabstätte
Nun haben Sie die Möglichkeit, Blumen oder persönliche Gegenstände in das Grab zu geben
Trauergemeinde spricht Beileid aus (jedoch nur auf Ihren persönlichen Wunsch)

Feuerbestattung:
Trauerfeier (entweder nach oder vor der Kremierung)
Abschiednahme des Verstorbenen
Kremierung (nur die engsten Verwandten dürfen dem Beiwohnen)
Bestattung der Urne mit der Asche

Nach der Trauerfeier

Nehmen Sie als Hinterbliebener sich die Zeit mit Freunden und Verwandten. So können Sie gemeinsam das Leben des Verstorbenen noch einmal Revue passieren lassen. Diese Form der Zusammenkunft kann für viele ein wichtiger Schritt zur Aufarbeitung der Trauer sein. Wählen Sie hierfür entweder einen neutralen Ort oder die eigenen vier Wände. Unterhalten Sie sich und Gedenken gemeinsam mit anderen Hinterbliebenen dem Verstorbenen. Haben Sie eine Kondolenzliste ausgelegt, können Sie diese nun durchgehen − bei der Kondolenzliste handelt es sich um ein Dokument, in dessen sich die Trauergemeinde mit dem Namen verewigen und Worte hinterlassen kann.