Die Bestattungspflicht

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Verstorbene müssen in Deutschland bestattet werden. Daraus leiten sich Rechte und Pflichten ab. - © K.-U. Häßler - stock.adobe.com
Verstorbene müssen in Deutschland bestattet werden. Daraus leiten sich Rechte und Pflichten ab. (© K.-U. Häßler - stock.adobe.com)

Unter Bestattungspflicht versteht man gemeinhin vorrangig, dass Verstorbene ordnungsgemäß bestattet werden müssen. Das Bestattungs- bzw. Friedhofsrecht ist in Deutschland Ländersache − dementsprechend kann jedes Bundesland eigene Gesetze und Verordnungen diesbezüglich erlassen.

Angehörige des Verstorbenen sind verpflichtet beziehungsweise haben das Recht, die Bestattung zu organisieren. Dazu zählen Ehepartner, Lebenspartner oder die volljährigen Kinder. Diese sind meist in einer Rangfolge angegeben.

Bestattungspflichtig sind der Rangfolge nach:

  • der Ehepartner oder die Ehepartnerin
  • der Lebenspartner oder die Lebenspartnerin
  • die volljährigen Kinder
  • die Eltern
  • die Großeltern
  • die volljährigen Geschwister und Enkelkinder

Konsequenzen bei Verweigerung:

Sollte der Bestattungspflichtige sich weigern, die Organisation der Bestattung des Verstorbenen zu organisieren, muss die Polizeibehörde die Angehörigen über die bestehende Bestattungspflicht aufklären.

Sollte sich der Bestattungspflichtige weiterhin einer Organisierung verweigern, wird die Bestattung im Rahmen der Gefahrenabwehr durch die Behörde organisiert − dies erfolgt durch eine ortsübliche Bestattung. Anschließend werden die so entstandenen Kosten von der Behörde in Form eines Leistungsbescheids von der bestattungspflichtigen Person eingefordert.

Bestattungspflichtige werden dementsprechend nicht von der Pflicht entbunden.